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Journalismus

Das Bild des Immigranten wird in den Medien allzu oft übertrieben dargestellt. Menschen aus anderen Ländern wirken dann fremd. Immer wieder wird bemängelt, dass die Sicht von Menschen mit Migrationshintergrund in den Medien zu wenig vorkommt. Die Kinder von Einwanderer sollten daher ermutigt werden, in der Medienbranche zu arbeiten. Das öffentliche Bild über Einwanderer und ihre Familien wird sich dadurch verändern. Es macht Sinn, immer wieder auf eindimensionale Berichterstattung über Menschen mit Migrationshintergrund hinzuweisen. Besser ist es aber, eine Berichterstattung von ihnen (statt über sie) zu pushen.

Die Medienbranche kann man durch so ein Projekt nicht wirklich verändern. Aber man kann ja zum Nachdenken anregen, oder? Die Chefs in den Verlagen sind kluge Menschen. Wenn sie unsere Ideen gut finden, dann werden sie Änderungen von selbst an den Start bringen.

Und daher wollen wir mit Druckerschwärze viele Zeitungsverlage als Partner gewinnen: je mehr Verlage, umso mehr Chefs, je mehr begeisterte Chefs, umso mehr Veränderung. So einfach ist das.

Die Themenseite
Jugendliche mit Migrationshintergrund schreiben eine komplette Themenseite für eine Regionalzeitung. Das Thema wird von der Chefredaktion vorgegeben. Das kann auch ein Thema sein, dass Jugendliche nicht gleich interessiert. Journalisten müssen ja auch über Themen schreiben, die ihnen fremd sind. Es soll also keine BRAVO-Seite entstehen. Die Seite ist übrigens auch für Erwachsene gedacht. Sie sollen sich ebenfalls für das Thema interessieren und sie lesen.

Beispielsweise erhalten die Jugendlichen den Auftrag, über Familienunternehmen in Deutschland zu schreiben. Dafür befragen sie Einwanderer, die sich mit dem Thema auskennen. Das Thema ist wichtig, und nicht woher der Experte abstammt. Unterstützt werden die Jungjournalisten von erfahrenen Redakteuren.

Die Szenische Talkshow
Nebenbei entwickeln junge Schauspieler eine szenische Talkshow: die dreidimensionale Zeitung. Die gleichen Fachleute mit Migrationshintergrund sind Talkgäste. Die Jugendlichen entwickeln Szenen zum Thema, die sie im Rahmen der Talkshow präsentieren. Auch hier wird das Thema diskutiert, und nicht warum sie das anders machen als Deutschstämmige. Ein Theaterregisseur hilft den Jugendlichen von Anfang bis zum Ende.
Die szenische Talkshow können alle Bewohner der Stadt an einem Abend miterleben. Es gibt aber auch Aufführungen am Vormittag, damit sich auch Jüngere sie ansehen können. Nach der Show bekommen die Zuschauer die Themenseite oder man sagt ihnen, an welchem Kiosk sie zu kaufen ist.

Jugendgerecht übersetzt von Tina Godfrey